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Dickes B zu Weihnachten

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Berlin EngelIm Kaufhaus DussmannSchattenspiele

I have a friend
at the end
of the world
and his name is a gush

of silent water
He is dressed in grey chiffon
It has a peculiar look, like smoke

It wraps him round
it blows out of place
it conceals him
I have not seen his face

But I have seen his eyes
as raindrops on black twigs
in December, and I heard him say:

I am a gush
of silent water for you, a change
by and by

But this friend
Whatever new names I give him
is an old friend. He says:

Whatever names you give me
I am a gush of silent water
a change for you.

Die Klimakonferenz auf Bali ist heute zuende gegangen. Wegweisend sollte es werden, Einigungen sollten erziehlt werden. Viele sprachen davon, dass endlich Bewegung in die Sache “Klima” kommt. Aber nichts dergleichen ist geschehen. Stattdessen: Beschuldigungen en masse und natürlich viel Verständnis- und Hilflosigkeit. Machen wir uns nichts vor. In Bali sitzen hochgebildete Menschen; bestehend aus Wissenschaftler, Lobbyisten, Politikern und Aktivisten.  Meinungen werden sich zugerufen und niedergeschrieben. Das wir an der Schwelle zu einer globalen Klimaänderungen stehen, das ist allen bewußt und wird nicht diskutiert.

Die Länder der dritten Welt bestehen auf Technologietransfer sowie die dazugehörigen Patentrechte, bereitgestellt durch die Hauptverursacher der Emissionen – die Industrienationen. Letztere beharren auf die gewachsenen Strukturen, was die Herausgabe  der Patente  betrifft. Ohne Patentschutz wird NIEMAND investieren und seine Technologie zur Verfügung stellen. Gibt es einen anderen Weg, um dieses Dilema, aus Sicht der ersten Welt, zu umgehen?

What makes global warming so serious and so urgent is that the great Earth system, Gaia, is trapped in a vicious circle of positive feedback. Extra heat, from any source, whether greenhouse gases, the disappearance of the Artic ice or the Amazon rain forest, is amplified, and its effects are more than additive. It is almost as if we had lit a fire to keep warm, and failed to notice, as we piled on the the fuel, that the fire was out of control and the furniture had ignited. When that happens, little time is left to put out the fire. Global warming, like a fire, is accelerating and almost no time is left to act. by James Lovelock, 2004

Native thinking

We walk the earth
we look after
like a rainbow sitting on top
but something underneath – under ground
we do not know – you do not know.
What you want to do?
If you touch
you might get cyclones
heavy rains or floods.
Not just here.
You might kill someone in other places.
Might be killing him in another country.
You cannot touch him.

Geistige (Un)klarheit

Mit Abseits durch die Klimafalle

…in Deutschland, Europa, der Weltenbund
Einige Staaten und unzählige Verbündete und noch mehr Wartende
Protestierende
Das Klima wird besprochen ausgesprochen versprochen hineingedroschen weggeschlossen
ausgeschlossen…

…auch die Demonstranten

ein Klima des Protestes nahe den Regierenden
über das Klima sagen sie müssen wir verhandeln
das ist nicht einfach, das dauert
Zeit haben wir aber nicht
aber Geld müssen wir auch verdienen
das wird kompliziert
vielleicht geht alles viel zu schnell
es geht schließlich um das Klima
Gestern
Heute
Morgen

und mittendrin das Klima

Wir brauchen Beschlüsse, die Fakten müssen stimmen
uneingeschränkte Solidarität, auch vor der Katastrophe
die Klimafalle, wartet nicht
sie war schon immer da

Was kommt danach?
Soll alles so bleiben wie es ist?
Soll alles so sein, wie es wird?

Das Klima geht uns alle an
Für einen Moment
der geistigen Klarheit…

…Nachdenken

haben wir schon, darüber schreiben tun wir schon
Kommt die Katastrophe?
Muss sie kommen?
Kann?
Soll?

Erst im zweiten Moment wird allen klar
Neue Gipel bringen nichts
nur Papier und Unklarheiten und halbe Wahrheiten

Für das Klima muss man nicht reisen
Informationen lassen sich heute wunderbar teilen
Das Klima spricht viele Sprachen, denn es geht uns alle an
Das Klima als Lebensgefühl
so einfach
und verständlich
muss es heißen
Klimafreundlich
keine aufgeheizten Gipfel
hinter Zäunen
und Kameras
Zutritt verboten
das ist ja der Gipfel…ein Lebensgefühl

Eine Note des Protestes hinterlegen wir
es wird daran erinnert, dass wir es verstehen
denn wir leben darin
wir wissen wie es funktioniert, denn wir verdienen Geld damit
wir wissen dass ihr uns entgegenkommen müsst
sonst geht es nicht

wir schauen auf euch, wir verstehen euch
wir sind eigentlich genauso…

…unentschlossen
aber nicht unaufgeschlossen

Das Neue muss nicht immer gut sein
nicht immer richtig sein
es muss immer ein danach geben, sowie es ein davor gab
und ein Heute

Ein Jahr nach der Fussball WM
die schönsten Klimasünden
werden nicht geehrt
viele davon unerwähnt
viele im Abseits

Der Sommer ist für alle da. Das gilt auch für Norwegen. Der einzigste Unterschied ist wahrscheinlich jener, dass der Sommer so unbeständig daherkommt, dass der Sommer eben nicht für alle da ist, weil er überhaupt nicht da ist…manchmal jedenfalls.

Marit und ich waren vom 02.08. bis 05.08.07 auf dem Rallarvegen unterwegs.

Wie kommt man dort hin, zur sommerlichen/winterlichen Tour auf dem Rallarvegen? Mit dem Zug ist es sehr leicht; 4 h Fahrt von Oslo Richtung Norden, vorbei an Nesbyen (Die Jungs vom Hüttenseminar wissen Bescheid) und dann noch ein Stück weiter. Ausgestiegen wird in Haugastøl, einem romantischen Plätzchen. Danach ging das große Justieren der Fahrradtaschen los; es liegen 30 km Terrain vor bis Finse. Dabei bitte immer darauf achten, dass gefedert gefahren wird, alles andere führt zu immensen Glieder- und Kopfschmerzen.

Sebas BikeRallarvegen01Rallarvegen02

Der gesamte Rallarvegen ist eine wunderschöne Tour durch Norwegens Extreme von Haugastøl bis Flåm. Auf diesen fast 100 km, waren wir 2 Tage unterwegs – reine Fahrzeit versteht sich. Natürlich kann man diese Tour auch an einem einzigen Tag durchfahren. Aber:

Geht es locker an!!!

Nehmt Euch Zeit!!!

Und leidet, wenn das Wetter schlecht ist!!!

Der Weg nach Finse sah auf der Karte ganz einfach aus; keine großen Höhenunterschiede und immer am Wasser lang. Doch mit 20 kg Gepäck hinter dem Sattel, ständigem Gegenwind und ein wenig Trainingsrückstand wird das Leiden an jeder noch so kleinen Steigung fast schon unerträglich. Ein energisches “Quäl Dich Du Sau!” gehörte zum Repertoire der Selbstgespräche. An diesem Tag war aber zumindest der Sommer für alle da.

Marit in FinseFinseSebas in Finse

Finse wurde im 2. Weltkrieg von den Deutschen hochgezogen. Eine bestehende Eisenbahnverbindung zwischen Bergen und Oslo sowie annähernd arktische Bedingungen im Winter waren optimal, um neuartige Flugbenzinsorten für die Eroberung der nordischen Breiten zu testen. So wurde drei Jahre lang geschraubt, verbrannt, getestet. Das Leben soll wohl sehr harmonsich verlaufen sein zwischen der einhemischen Bevölkerung und den Besatzern. Anfragen der obersten Heeresführung, um den Stand der Dinge zu hinterfragen, wurden konsequent mit einfachen Antworten wie “Wir brauchen noch etwas länger…” beantwortet. Die Alternative zu dieser arktischen Mondäne wäre der dreckige Kampf gegen Partisanen gewesen. Die Harmonie ging sogar soweit, dass die Deutschen den Norwegern Waffen und Munition liehen, da letztere bessere Jäger waren und Wild gab und gibt es in dieser Gegend reichlich. Ebenfalls wurde mit Gletscherlandebahnen für Flugzeuge experimentiert. Der Hardanger Jøkulen, so der Name des Gletschers, liegt nur einige hundert Steinwürfe von Finse entfernt. Während der Besatzungszeit wurde drei Jahre Sägespäne von Finse auf den Gletscher gebracht, in den Spalten verpresst, damit mehr Stabilität gewährleistet wurde. Die Landung des ersten Fliegers war auch ein voller Erfolg, nur beim Start gab es dann Probleme; die “Piste” war einfach zu kurz und fiel die Maschine in eine der vielen Gletscherritzen und liegt dort wahrscheinlich heute noch.

An einem der Gletscherzungen, wurde in den 1980iger Jahren einige Szenen aus Star Wars V gedreht. Als Luke Himmelläufer die Rebellen auf dem Eisplaneten in der Raucherpause besucht und dann bei eisigen Temperaturen seinen Lichtsäbel zieht, um dem Tauntaun – seinem zottligen Reittier – die wärmenden Eingeweide herausschneidet; das alles wurde hier gedreht. Nichts davon, kein einziges Wort, kein Bild zeugt von diesem Ereignis in Finse. Nur unser junger Gletscherführer schwärmte davon. Am Tag der Gletscherwanderung dachten wir wirklich, dass der Sommer entgültig aus Norwegen fortgeht. Regen, Kälte und eisige Winde waren unsere Begleiter. Was muß man alles auf sich nehmen, um im Sommer auf einen Gletscher zu steigen.

BlaaisenGletschertour Blaaisen

Am 05.08.07 sind wird dann die restlichen 70 km des Rallarvegens Richtung Flåm gefahren. Die Tour führte uns bis auf 1.500 m hinauf und dann ging es 20 km nur bergab bis 0 m – Downhill vom allerfeinsten.

On the road01On the road02Myrdahlsswingene

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